Weltethos Institut
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04.10.2019 16:40

"10 Years of Global Ethic Manifesto"

Abendvortrag von Prof. Jeffrey Sachs zur Sozialen Marktwirtschaft als Friedensprojekt


Am 06. Oktober 2009 wurde in New York bei den Vereinten Nationen das „Manifest für ein Globales Wirtschaftsethos“ unterzeichnet. Das Manifest ging hervor aus einer Initiative der Stiftung Weltethos, des UN Netzwerks Global Compact und von Vertreter/innen aller Kontinente aus Wirtschaft, Politik, Religion und Wissenschaft. Es war ein Aufruf, die Verantwortung der Wirtschaft für ein Leben aller Menschen in Würde wahrzunehmen.

Zehn Jahre später ist die Welt in Unordnung. Dringlicher denn je wird es angesichts geistiger und realer Handelskriege, auf den Beitrag verantwortlichen Wirtschaftens zum inneren und internationalen Frieden zu bestehen. Denn Frieden gibt es auf Dauer nur, wo die Wirtschaftsverhältnisse sozial gerecht und ökologisch zukunftsfähig sind.

Deshalb luden wir gemeinsam mit der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft e.V., der Stiftung Weltethos und dem Deutsch-Amerikanischen Institut am 4. Oktober die Öffentlichkeit zu einer Diskussion darüber ein, ob und wie sich das Modell der Sozialen Marktwirtschaft als ein globales Wirtschaftsmodell und Friedensprojekt bewähren könnte. Gastredner war Prof. Jeffrey Sachs, er gehörte zu den Erstunterzeichnern und ideellen Vätern des Manifests. Der US-Ökonom ist seit 2002 Sonderberater für die Millenium Development Goals und Direktor des UN Sustainable Development Solutions Network. Zudem ist er Direktor des Earth Institute an der Columbia University.


Bild: Jeffrey Sachs

Knapp 100 Gäste, darunter Stadträte und Tübingens herausragende (Natur)Wissenschaftler, folgten den Begrüßungen durch Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel (WEIT), Oberbürgermeister Boris Palmer, Prof. Dr. Nils Goldschmidt (ASM) und Dr. Stephan Schlensog (Stiftung Weltethos) sowie dem Vortrag von Jeffrey Sachs in der Alten Aula.

Hier können Sie das Video zum Vortrag nachsehen.

Wir bedanken uns herzlich bei unseren Kooperationspartnern für die mehr als angenehme Zusammenarbeit, bei unsren Rednern für ihre inhaltsreichen Grußworte, den Zuhörern und selbstverständlich vor allem bei Jeffrey Sachs, für seine grundsätzliche wie würdige Rede zur Erinnerung an das Global Ethic Manifesto. Sie war gleichermaßen beeindruckend und inspirierend für uns und wir sind froh, dass wir einen so klugen und wichtigen Menschen bei uns in Tübingen begrüßen durften!

 

Text: WEIT 
Fotos: WEIT, Deutsch-Amerikanisches Institut Tübingen