Weltethos Institut
Praxis Unternehmensforum am Weltethos-Institut

Mein Unternehmen in Verantwortung: Unternehmensforum am Weltethos-Institut

Seit der jüngsten Wirtschaftskrise wird unternehmerische Verantwortung für gesellschaftliche, ökologische und moralische Nachhaltigkeit allerorts verstärkt gefordert. Was aber bedeutet unternehmerische Verantwortung? Wie kann man den Forderungen nach „anständigem Wirtschaften“ gerecht werden und gleichzeitig ein finanziell einträgliches Unternehmen führen?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden und Praktikern Orientierung zu bieten, organisierte das Weltethos-Institut zusammen mit Ashoka, der weltweit führenden Organisation im Bereich soziales Unternehmertum, und der ESB Reutlingen am 25. Juli 2014 ein eintägiges Forum zum Thema „Mein Unternehmen in Verantwortung: Von CSR bis Social Entrepreneurship“. 

 

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In einer zweiten Sitzung am Nachmittag präsentierten die ReferentInnen Modelle für das innovative Unternehmertum von morgen. Manuela Pastore von der Böhringer-Ingelheim Initiative Making More Health, erläuterte beispielsweise wie Social Entrepreneurship zu neuen Geschäftsmodellen führen kann und wie bestehende Unternehmen hiervon lernen und profitieren können. Dennis Hoenig-Ohnsorg, Ashoka Referent für Talentförderung, ergänzte dies, indem er auf die wichtige Freisetzung von Innovationen und Ideen im eigenen Unternehmen hinwies: „Die Schaffung von interner Durchlässigkeit kann neue Räume für unternehmerische Freiheit und Engagement im Unternehmen schaffen und für zusätzliche Dynamik und produktive Befruchtung sorgen“.  Dabei gilt es, Intrapreneuren bzw. Personen, die innerhalb eines Unternehmens neue Lösungen zu gesellschaftlichen oder ökologischen Problemen entwickeln, den nötigen Freiraum für innovatives Denken zu geben und sie in ihren Vorhaben zu unterstützen. 

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Kreatives Umdenken. Genau dies fordert auch Christoph Giesa, Strategieberater  und Autor des Buches New Business Order. Denn kreatives Umdenken ermöglicht das Ergreifen von Gelegenheiten für ein sozial und ökologisch nachhaltiges Wirtschaften, die bislang nicht erkannt wurden. Laut Giesa ist „neu denken“ essentiell, um die Anforderungen eines neuen Marktes richtig zu verstehen. „Wer früh genug nach ethischen Lösungen sucht, wird vielleicht kurzfristig auf Marge verzichten müssen, ist aber langfristig in einer immer komplexer werdenden Welt besser aufgestellt“. 

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Damit Menschen jedoch klug, „neu“ und ethisch denken, so Dr. Andreas Heinecke, Geschäftsführer und Gründer der Social Dialogue Enterprise GmbH, müssen neue Formen des Lernens in die wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung zukünftiger Unternehmer integriert werden. Insbesondere setzt der abermalige Sozialunternehmer auf eine gesamtheitliche ethische Charakterbildung  durch Begegnung und Erfahrungsaustausch.

Ethik als Treiber unternehmerischer Innovationen. Hierdurch versprechen sich die Referenten des Unternehmensforums ähnliche Entwicklungen wie sie im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit zu beobachten waren: „Aus einem Nischenphänomen wird über Zeit ein Massenphänomen werden – und die Nischenplayer werden plötzlich zu den Hauptakteuren eines veränderten Marktes“. Oder, wie es der Direktor des WEIT, Prof. Dr. Claus Dierksmeier, gerne formuliert, „Ethik ist das neue Grün!“ 

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und Referenten für Ihr Mitwirken an dieser erfolgreichen Veranstaltung!

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