Weltethos Institut
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05.07.2018 13:51

Im Dialog: Christen und Muslime

Eine Veranstaltung aus der Reihe "Ziemlich beste Fremde: Muslimisches Leben in Frankreich und Deutschland“


Von April bis Juli fand in Tübingen eine Reihe von 8 Veranstaltungen unter dem Titel "Ziemlich beste Fremde: Muslimisches Leben in Frankreich und Deutschland“ statt. Die Veranstaltungsreihe wurde vom Deutsch-Französischen Kulturinstitut Tübingen in Kooperation mit dem ZITh, dem IfP, dem WEIT und der Stiftung Weltethos sowie dem d.a.i. organisiert.

In diesem Rahmen lud das WEIT am 5. Juli zu einem Abend mit zwei Vorträgen und anschließendem Gespräch zum Thema "Christen und Muslime im Dialog - in Frankreich und Deutschland“ ein: 

Dr. Ghaleb Bencheikh, Physiker und islamischer Theologe und Philosoph aus Paris, gab einen aufschlussreichen Überblick über verschiedene Organisationen, die teils schon seit Jahrzehnten im Dialog von Christen und Muslimen in Frankreich aktiv sind. Es übersetzte Andrea Le Lan.

Prof. Karl-Josef Kuschel von der Uni Tübingen reflektierte über theologische Grundlagen des christlich-muslimischen Dialogs anhand der Figur Abrahams und stellte die Grundfrage: "Inwiefern ist die Präsenz der jeweils anderen Religion wichtig für meinen eigenen Glauben?".

Im Podiumsgespräch konnten die beiden Referenten noch manches präzisieren. Es moderierte Dr. Günther Gebhardt. (Foto, von links: Prof. Karl-Josef Kuschel, Tübingen; Dr. Ghaleb Bencheikh, Paris; Andrea Le Lan, Übersetzerin; Tübingen; Dr. Günther Gebhardt, Stiftung Weltethos/Moderator).

Dem zahlreichen Publikum, das den Seminarraum des WEIT vollständig füllte, wurde am Ende klar: Trotz etwas unterschiedlicher Ausgangsbedingungen stellen sich ähnliche Fragen im Zusammenleben von Christen und Muslimen in unseren beiden Ländern. Fazit: Ein gelungener deutsch-französischer und christlich-muslimischer Doppeldialog, der eine Fortsetzung verdienen würde.

 

Für Dr. Gebhardt war es die letzte große Veranstaltung als Bereichsleiter Interreligiöser Dialog der Stiftung Weltethos. In dieser Funktion hat er sich zwanzig Jahre um den Brückenbau zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen nicht nur in Tübingen bemüht. Verschiedene Veranstaltungen fanden unter seiner Federführung auch im WEIT statt, insbesondere die interreligiösen "Abende der Begegnung" Tübinger Religionsgemeinschaften. Wir danken Herrn Gebhardt sehr herzlich für sein Engagement auch im WEIT und die bereichernde Zusammenarbeit.

Text: Dr. Günther Gebhardt, WEIT
Fotos: Lena Zoller