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Weltethos-Institut | Prof. Bolko von Oetinger
Weltethos Institut
Aktuelles Buch: Qualitative Freiheit Stimmen aus der Fachwelt Prof. Bolko von Oetinger

Prof. Bolko von Oetinger

"Claus Dierksmeiers Buch über „Qualitative Freiheit“ könnte nicht aktueller sein. Über den Freiheitsbegriff nähert er sich der zentralen Frage der Wirtschaft, welchem Zweck sie letztendlich dient. In der gegenwärtigen Digitalisierungseuphorie, das soziale Leben in Algorithmen abzubilden - von Künstlicher Intelligenz bis zur Vermarktung der persönlichsten Daten - droht beiläufig und wortlos jemand verloren zu gehen, den wir alle schätzen: der Mensch als soziales Wesen. Er steht im Mittelpunkt von Dierksmeiers Ideengeschichte. Der Mensch als Algorithmus dagegen ist der Kern des Machtanspruchs der Big Data Firmen.

Lange vor der Big Data Technologiewelle hat die Wirtschaftslehre mit der Mathematisierung des Sozialverhaltens begonnen, das Wirtschaftsleben algorithmisch darzustellen. Ausgangspunkt war der homo oeconomicus, der nur seinen eignen rationalen Präferenzen folgt. Die Summe aller seiner egoistischen Vorlieben definiert das Gemeinwohl, frei nach dem Motto „private vices, public virtues“, Mandeville lässt grüßen. Die Wirtschaftsmathematik hat den homo oeconomicus in einen Spieltheoretiker verwandelt. In diesem Modell reduziert sich Freiheit auf formale Optionen, ohne Inhalt, ohne Werte. Aber die Krisen, Skandale und Verwerfungen der Finanzwelt spätestens nach Lehman deuten darauf hin, dass der homo oeconomicus ein reduziertes a-soziales Wesen ist, das die Wirklichkeit nur kläglich abbildet.

Genau an dieser Stelle setzt Claus Dierksmeiers Werk über den qualitativen Freiheitsbegriff ein. Der Mensch ist auf andere Menschen angewiesen, er gedeiht nicht im Privatsein des Habens, sondern im Miteinander, in der sich sein Leben verwirklicht. Es wäre eine zu einfache Lösung, falls die Wirtschaft tatsächlich so abliefe wie die quantitativen Modelle des homo oeconomicus es suggerierten. Anstrengender ist der Diskurs mit der Gesellschaft, in der wir unsere Freiheiten erarbeiten müssen und deren Mitglieder umgekehrt auch befähigt sein sollten, selber frei entscheiden zu können. Freiheit in der freien Marktwirtschaft verlangt den Diskurs über die Ziele der Gesellschaft mit Mitmenschen, Politik, Firmen, Unternehmer, Kunden. Anteilseigner, Umwelt, mit der Zivilgesellschaft im weitesten Sinn. Dierksmeier bringt es auf den Punkt: „Freiheit wächst nicht auf Bäumen, sondern gedeiht nur in Gesellschaft“. Qualitative Freiheit erschöpft sich in der Wirtschaft nicht quantitativ im selbstverspielten Konsum, sondern im Diskurs mit allen Teilen der Gesellschaft zum Wohl des Ganzen. Das Ganze der Gesellschaft ist bekanntlich mehr als die Summe ihrer Individuen. Wirtschaften ist also nicht nur Wirtschaften, Wirtschaften ist immer auch ein sozialer Prozess, in dem gesellschaftliche und wirtschaftliche Werte – wie die Freiheit - erarbeitet werden. Dierksmeier leitet diese Überlegungen ideengeschichtlich ab. Der wirtschaftlich orientierte kritische Leser wird die Einzeldarstellungen von Kant, Fichte, Krause zu Rawls, Galbraith und Sen sehr schätzen, weil er in knapper Form in die Gedankenwelt dieser Metaphysiker der Freiheit eintreten und den direkten Bezug zur heutigen Wirtschaftsdebatte ziehen kann."